Bevölkerungsentwicklung Berlins zw. 1993 und 1994 nach Alter

 Die drei Karten auf dieser Seite zeigen die Altersstruktur und Bevölkerungsdichte der 23 Berliner Bezirke für die Jahre 1993 und 1994, sowie die Veränderung zwischen den beiden Jahren.




 Wie zu erwarten, ist die Bevölkerungsdichte in den "grünen" Außenbezirken dünn. Z.B. kommen im Bezirk Köpenick nur 9 (in Zehlendorf: 14, Pankow: 17) Personen pro Hektar Fläche; im "Citybereich" Kreuzberg dagegen 151 (Prenzlauer Berg: 135, Schöneberg: 128) Personen.



 Die Altersstruktur der Bezirke fällt im ersten Moment etwas unerwartet aus. Eigentlich dürfte sie kaum variieren. Dennoch ist sie in Köpenick, Pankow, Reinickendorf, Weißensee und Zehlendorf erstaunlich weit nach oben verschoben. Kein Wunder - sie sind die bevorzugten "Altersruhesitze". Hingegen wohnen in den "Plattenbauten" Hohenschönhausen, Hellersdorf und Marzahn auffällig viele junge Familien. Aufgrund der Wohnungsnot im Osten der Stadt wurden diese Bezirke in den 70er und 80er Jahre forciert durch Neubaugebiete erweitert.



 Wer nun versucht, anhand der statistischen Daten abzuschätzen, in welchem Bezirk die Lebenserwartung am höchsten ist, übersieht leicht die historische und sozio-ökonomische Struktur der Stadt, die sich mit einer handvoll statistisch gewonnener Karten eben nicht repräsentativ darstellen läßt:
 Da "Neuberliner" - warum auch immer - in den ersten Jahren liebend gerne die Bezirke wechseln, ist den Bevölkerungswanderungen mit absoluten Zahlen nicht beizukommen. Z.B. hatte Charlottenburg 1994 einen erstaunlich hohen Zuzug (3000 Personen), obwohl dort mehr Bürofläche als Wohnungen gebaut wurden. Ebenso verlor der Bezirk Pankow 2000 Einwohner, ohne daß besondere Abrißmaßnahmen bekannt geworden sind - im Gegenteil!

Es bleibt eben ein typisch berlinerisches Phänomen.

Quelle:

Berlin-Statistik 1993 und 1994, Statistisches Landesamt Berlin


Autor:

 MacTiger


...zurück zur Hauptseite